Zahnärztliche Chirurgie

Die zahnärztliche Chirurgie umfasst alle chirurgischen Operationen an den Zähnen, den Ober- und Unterkiefern sowie am Weichgewebe innerhalb der Mundhöhle.

Zahnärztliche Chirurgie

Die zahnärztliche Chirurgie umfasst alle chirurgischen Operationen an den Zähnen, den Ober- und Unterkiefern sowie am Weichgewebe innerhalb der Mundhöhle. Durchgeführt werden diese Eingriffe durch spezialisierte Oralchirurgen oder Zahnärzte mit einer zusätzlichen Qualifikation im Bereich der zahnärztlichen Chirurgie.  

Behandlungsspektrum

Zu den typischen Behandlungsmöglichkeiten der zahnärztlichen Chirurgie zählen die Entfernung der Weisheitszähne, chirurgische Eingriffe bei fortgeschrittener Parodontitis und die Entfernung stark beeinträchtigter Zähne. Auch für Operationen im Zusammenhang mit Unfällen leistet die zahnärztliche Chirurgie einen großen Beitrag. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind unter anderem
  • das Einsetzen von Zahnimplantaten,
  • Lippen-und-Zungenbändchen-Korrekturen und
  • die Entfernung von Zysten und Abszessen in der Mundhöhle.
Abzugrenzen sind die Bereiche Kieferchirurgie und zahnärztliche Kieferchirurgie: Während in der Kieferchirurgie nicht nur Operationen am Kiefer, sondern auch am Gesicht vorgenommen werden, wird in der zahnärztlichen Kieferchirurgie ausschließlich die Mundhöhle behandelt.  

Diagnostik

Mithilfe bildgebender Verfahren ermittelt der Zahnarzt, welche Bereiche der Zähne, des Kiefers oder des Weichgewebes innerhalb der Mundhöhle beeinträchtigt sind und einer Behandlung bedürfen. Zu diesen Verfahren gehören Röntgenaufnahmen des Kiefers, Ultraschalluntersuchungen, Magnetresonanztherapien und Computertomografien. Die Behandlungsmethoden richten sich nach dem jeweiligen Befund und der Diagnose durch den Zahnarzt. Der Patient wird vor einer Operation ausführlich über alle wichtigen Aspekte aufgeklärt.  

Beispiel einer zahnchirurgischen Operation:
Entfernung der Weisheitszähne

Die Entfernung eines oder mehrerer Weisheitszähne ist eine sehr häufige Behandlungsmaßnahme in der zahnärztlichen Chirurgie. Ein Großteil der Menschen unterzieht sich im Laufe ihres Lebens dieser notwendigen Operation. Der Mensch verfügt über vier Weisheitszähne, die entweder gar nicht oder in der Regel erst zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr durchbrechen. Weil sie nicht genügend Platz im Kiefer haben, besteht früher oder später die Notwendigkeit, sie zu entfernen. Oftmals brechen sie auch nur teilweise durch, sodass Leerräume im Mundraum entstehen, die Bakterien anziehen können. Auch dann gilt eine Operation als angemessen. Die Entfernung des Weisheitszahns findet meistens unter lokaler Betäubung statt. Werden mehrere Zähne gezogen, entscheiden sich viele Patienten in Absprache mit ihrem Arzt aber auch für eine Vollnarkose. Mithilfe eines Schleimhautschnitts wird den Zahn freigelegt, bei Bedarf geteilt und anschließend entfernt. Die Wunde wird verschlossen und die Nähte können nach ca. zehn Tagen wieder entfernt werden.  

Wie soll sich der Patient nach der Operation verhalten?

Nach einem zahnchirurgischen Eingriff sind Schmerzen und möglicherweise auch Schwellungen an den betroffenen Stellen möglich. In der Regel bekommt der Patient für den ersten Tag ein Mittel zur Schmerzlinderung verschrieben. Nimmt der Patient parallel noch weitere Medikamente ein, sollte er dies unbedingt in Absprache mit dem Arzt tun. Manche Medikamente fördern die Blutung und sollten daher nach einer Operation vermieden werden. Allgemein, aber besonders in den ersten Tagen nach der Operation, sollten Patienten auf eine gute Mundhygiene Wert legen. Die Wundheilung kann somit nämlich beschleunigt werden. Aus diesem Grund sollte der Patient am Tag der Operation auch auf Nikotin, Alkohol, Koffein und scharfes Essen verzichten.